von Susanne Kronenberg
erschienen 2021 im Gmeinerverlag

Klappentext: „Filmaufnahmen im Kloster Eberbach! Ecki Winterstein dreht ein Dokudrama in der ehemaligen Zisterzienserabtei im Rheingau. Als ein Mord geschieht, bittet der Regisseur Norma Tann um Hilfe, um die Dreharbeiten ohne Verzögerung fortsetzen zu können. Die Spur des Mörders führt die Wiesbadener Privatdetektivin zurück in das Jahr 1985. Denn während das Kloster als Schauplatz des späteren Kinowelterfolgs „Der Name der Rose“ diente, kam es zu einem rätselhaften Vorfall.“
Ich war neulich auf dem Klostersteig wandern, der seinen Startpunkt am Kloster Eberbach im Rheingau hat, und auf allen Ruhepunkten und Museumshops entlang des Weges (und das waren auf diesem Pilgerweg einige!) ist mir dieses Buch aufgefallen. Macht ja Sinn, die Handlung spielt ja hier, und natürlich habe ich mir den Krimi dann auch gekauft. Jetzt kenn ich ja schliesslich schon mal die Schauplätze 🙂
Tatsächlich habe ich vor langem auch schon mal ein paar Bücher dieser Serie gelesen, und kann mich dunkel erinnern, die haben mir gut gefallen. Norma Tann ist ehemalige Kriminalkommissarin und arbeitet jetzt ales Privatermittlerin, hat aber noch enge Beziehungen zum LKA. Toughe und intelligente Lady.
Und hier nun sind wir im Kloster Eberbach. Ein Filmteam dreht eine Doku, die sich mit der wechselhaften Geschichte des ehemaligen Zisterzienserklosters befasst. Im 19. Jahrhundert war hier eine für damalige Begriffe sehr fortschrittliche Nervenheilanstalt hier untergebracht, und hierum geht’s im aktuellen Dokudrama des (fiktiven) Regisseurs Ecki Winterstein.
Und natürlich, welcher Filmfan erinnert sich nicht, das Kloster Eberbach war in den 80er Jahren schon mal Schauplatz grosser (realer!) Dreharbeiten, als Eco’s „Der Name der Rose“ hier verfilmt wurde, mit Sean Connery in der Hauptrolle. Dieser Filmdreh spielt in dem aktuellen Fall eine grosse Rolle, und wir Leser sind abwechselnd am Set dieses Mittelalterepos‘ und dann wieder mit Norma am Set des aktuellen Dokudramas. Spannender Kniff, ich fand diesen thematischen Hintergrund ziemlich cool.
So, zurück kurz zum Inhalt; bei einer Filnvorführung vom „Namen der Rose“ im Kloster Eberbach geschieht ein Mord; ein lokaler Winzer wird erdrosselt, und Norma, die eigentlich mehr oder weniger zufällig vor Ort ist, wird von Winterstein anschliessend als Sicherheitsbeauftragte fürs Filmteam engagiert. Ist ja klar, dass Norma nicht nur für die Sicherheit sorgt, sondern auch bei den polizeilichen Ermittlungen dabei ist 🙂 Und bei ihren eigenen Nachforschungen stolpert Norma über einen Fall einer jungen Frau, die damals, bei den Dreharbeiten von „Der Name der Rose“ für ein paar Tage vermisst wurde und schwer traumatisiert ein paar Tage später wieder auftauchte….können die Fälle zusammenhängen? Norma ermittelt hier auf eigene Faust, und ich sag mal soviel: es wird super spannend, und wir haben hier nicht nur einen Plottwist….
Ich fand, das war ein rundum gelungener Regional-Krimi. Sehr viele verschiedene Fäden, die am Ende gekonnt und in klassischer show-down-Manier zusammenlaufen. Spannend gemacht; cooles Setting – hat mich abgeholt und bestens unterhalten!
Nicht zu lang, nicht zu kurz, knappe 300 Seiten fasst der Krimi, keine davon zuviel – perfekte Unterhaltung!
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Porträt
Susanne Kronenberg
Susanne Kronenberg, in Hameln geboren und im Taunus heimisch, findet die Inspiration für ihre Romane in ihrer Wahlheimat. In ihrem neusten Kriminalroman führt sie ihre Wiesbadener Privatdetektivin Norma Tann in das berühmte Kloster Eberbach im Rheingau, der mit seiner anheimelnden Landschaft und historischen Bedeutung eine wunderbare Heimat für diesen Krimi bildet. Neben Kriminalromanen veröffentlichte die Autorin zahlreiche Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien sowie Jugendbücher, Fachbücher und Bücher zu regionalen Themen. Als Dozentin für Kreatives Schreiben gibt sie Kurse und Workshops. Sie ist Mitglied des „Syndikats“ und Mitgründerin der Wiesbadener Autorengruppe „Dostojewskis Erben“.
(aus: thalia.de)