von Santa Montefiore
übersetzt aus dem Englischen von Sophie Ventura
erschienen 2026 im Goldmannverlag

Klappentext: „Ein unwiderstehlich romantischer Zeitreise-Roman und der Auftakt einer mitreißenden Serie.
Um das Rätsel zu lösen, das ein altes Herrenhaus umgibt, muss Pixie Tate ins Jahr 1895 zurückreisen – und trifft die Liebe ihres Lebens …
Das herrschaftliche St. Sidwell Manor an Cornwalls wilder Küste ist in die Jahre gekommen. Sein wunderschöner Garten verwildert, seine prächtige Fassade verwittert. Und es birgt ein Geheimnis, das seine Bewohner keinen Frieden finden lässt. In ihrer Not wenden sich die neuen Besitzer schließlich an Pixie Tate, eine junge Frau mit einer besonderen Gabe: Sie kann durch die Zeit reisen. In Gestalt einer Gouvernante begibt sie sich ins Jahr 1895, wenige Tage vor jener Sommernacht, in der ein Junge hier spurlos verschwand. Was geschah mit dem kleinen Felix Pengower? Bei ihren Nachforschungen stößt Pixie auf eine verbotene Liebe – und verliert selbst ihr Herz: an Cavill Pengower den charmanten Bruder des tyrannischen Hausherrn. Doch wie soll sie ihn je wiedersehen, wenn sie in die Gegenwart zurückkehrt?“
Schönes Cover, irgendwie geheimnisvoll-verzaubernd wirkend, mit floralem Einsatz, plus ein Mystery-Titel: hat mich gecatched, hat mir gefallen, habe ich bestellt 🙂 Und sobald auf dem Klappentext das Wort „Zeitreise-Roman“ fällt, bin ich eh gespannt.
So nun. 500 Seiten ist der Roman stark, und wie ich dem Nachwort entnehme, der erste Band einer neuen Reihe um die parapsychologisch begabte Pixie Tate, die mal eine ganz besondere junge Frau und literarische Heldin ist. Denn Pixie kann durch die Zeit reisen, allerdings nicht mit dem vorrangigem Ziel, spektakuläre Abenteuer zu erleben oder Dinge in der Vergangenheit zu reparieren, sondern um erdgebundenen Geistern in der Gegenwart zu helfen. Die Grundidee kann man sich so vorstellen: wenn es irgendwo spukt, und Geister in der Gegenwart festhängen, reist Pixie in deren Vergangenheit, schaut, was genau schief lief, und kann dann in der Jetzt-Zeit den armen Seelen helfen, „ins Licht zu gehen“ und ihren Frieden zu finden. Die friedliche und spezielle Art von Ghostbusting sozusagen.
In diesem ersten Abenteuer, bei dem wir sie begleiten, wird Pixie auf ein altes Herrenhaus in Cornwall gerufen. Dessen neue Besitzer sehen sich in einem zwar wunderschönem Anwesen, aber wohl fühlen sie sich hier nicht, denn: es spukt. Kälte und negative Energien überall, und nachts kann man nicht schlafen…..ja, und wie der Klappentext so schön ankündigt, deckt Pixie die Ursachen in der Vergangenheit auf. Vor mehr als 100 Jahren geschahen tragische Ereignisse auf Sidwell Manor, und Pixie hat 10 Tage Zeit, sich hier umzuschauen und in der Rolle einer neuen Gouvernante den Fall zu klären….und natürlich sich nebenbei zu verlieben 🙂 Na klar, wir haben hier nicht nur Mystery und Suspense, sondern auch Liebe und Romantik. Die Autorin fährt hier mit dem ganz großem Gefühlskino auf, und das mit Plottwists, die ich so nicht erwartet hätte.
Wir sind hier abwechselnd im Jahre 1895 in Cornwall, und hier erzählt Pixie aus der Ich-Perspektive, und dann geht es zwischendurch auch immer mal wieder ins Jahr 2013, die Gegenwartserzählspur, die aus einer übergeordneten Perspektive erzählt wird. Und am Ende natürlich trifft sich alles zur Katharsis. Ist klar, oder?
Mein Leseeindruck und Fazit: Mir hat der Roman super gut gefallen. Hat mich abgeholt. War vom Sujet natürlich eh voll meins; und ich mochte alle Protas sehr; vor allem Pixie fand ich vielschichtig, interessant, glaubwürdig, und ich habe mit ihr mitgefiebert. Aber generell fand ich alle Charaktere psychologisch gut gezeichnet. Natürlich kann man sich beim Thema Parapsychologie, Geisterjagd, übersinnliche Medien etc, trefflich über „Glaubwürdigkeit“ per se streiten – ist schon klar, was ich meine, ist, dass die Personen allesamt gut dargestellt waren. Wer allerdings mit dem Themen Zeitreisen und Spiritismus nichts anfangen kann, ist hiermit schlecht bedient.
Der Roman lies sich super gut flüssig lesen, ich war voll dabei und habe ihn in ein paar kurzen Ferientagen mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen und war bestens unterhalten.
Im Original heißt das Buch übrigens „Shadows in the Moonlight“ – was etwas treffender ist als der „Mondgarten“, finde ich. Ja, die Gartenanlage in Sidwell Manor ist wohl beeindruckend, aber als Mondgarten wird er im Buch selbst nie so genannt…..das war so ein Moment, wo ich mich frage, wieso man die Titel nicht 1:1 übersetzt….aber okay, das nur nebenbei.
Ich habe noch kein Buch von Ms Montefiore gelesen, werde mir die Autorin aber mal merken 🙂 Und wie gesagt, die deutsche Fassung liest sich wirklich fantastisch.
Ich bedanke mich beim Team Bloggerportal vom Randomhouse für das wunderbare Rezensionsexemplar!
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Porträt
Santa Montefiore
Santa Montefiore ist eine international erfolgreiche Nr.1-Bestseller-Autorin mit bislang 33 veröffentlichten Titeln, darunter die Kinderbuchreihe »Die königlichen Kaninchen von London«, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Historiker Simon Sebag-Montefiore, verfasst hat. Ihre Werke wurden in 25 Sprachen übersetzt und weltweit über 8 Millionen Mal verkauft. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem Hund in London.
entnommen: Thalia.de