von Andrew Varga

erscheint im März 2023 bei Imbrifex Books

und ich durfte ein Vorab-Exemplar (englisches Original) lesen dank Netgalley!

Mich hatte der Klappentext gefesselt:

One jump to save all time
Life is progressing normally for sixteen-year-old Dan Renfrew when he accidentally transports himself to England in the year 1066. He soon realizes that he’s trapped there, and that’s not his only astonishing discovery. Dan learns that he’s descended from a long line of time jumpers–secret heroes who travel to the past and resolve glitches in the time stream that threaten to alter subsequent history. The only way Dan can return home is to set history back on its proper course in the Anglo-Saxon age. This is no easy task. A Viking horde is ravaging England in the north while a Norman army threatens to invade from the south. In between and desperately struggling to hold on to his throne is Harold Godwinson, the newly-crowned English king. Dan is fighting to ensure that events play out correctly when he finds himself plunged into an even more lethal conflict. To save history, Dan must battle a band of malevolent time jumpers whose lust for wealth and power threatens the entire future of the world.“

Generell finde ich Zeitreise-Romane extrem faszinierend. Immer wieder eine spannende Story, vor allem, wenn der jeweilige historische Kontext auch mein Interesse weckt. Und das hier war mal eine komplett neue Idee und Konstellation: Normalerweise sind die Zeitreisenden ja bemüht, möglichst wenig in der Vergangenheit zu ändern – wir wissen ja alle, wenn man nur ein Detail anders macht, kann das verheerende Konsequenzen auf den kompletten Lauf der Geschichte haben – aber hier ist es anders. Die „Time-Jumper“ reisen in die Vergangenheit, um eben bewusst Details zu ändern, damit eben die Geschichte so abläuft, wie wir sie kennen. Wenn Störimpulse in der Geschichte auftauchen, sind die Time Jumper gefragt: sie gehen zurück in der Zeit, beheben die Störung, und kehren dann wieder heim nach Hause. Und normalerweise ist so ein Zeitreisender auch gut vorbereitet, denn diese Jobs vererben sich seit über Tausend Jahren in der Familie.

Der 16jährige Dan ist allerdings nicht wirklich gut vorbereitet. Zwar geniesst er Homeschooling, und sein Vater legt grossen Wert darauf, dass er sich in der Geschichte auskennt und auch mittelalterliche Kampftechniken beherrscht (Sportunterricht mal anders), aber Zeitreisen standen bei ihm nicht auf dem Stundenplan, und so ist Dan eher schockiert, als er sich eines Tages im England des Jahres 1066 wiederfindet. Die Angelsachsen werden von Wikingern und Normannen bedroht, und König Harold stehen einige entscheidende Schlachten bevor. Und Dan muss sich nicht nur in einer völlig fremden Umgebung zurecht finden, sondern auch damit klarkommen, dass sein neuer Job es ist, die Battle of Hastings zum gewünschten Resultat zu bringen – ansonsten dreht sich das Rad der Geschichte nämlich dezent anders als unsere Geschichtsbücher es schreiben, und er selbst wäre gezwungen, den Rest seines Lebens im angelsächsischem England zu verbringen….

Das fand ich jetzt mal richtig interessant, und ich bin durch den Roman geflogen 😊. Der Held und die Heldin (ja, es gibt sie, das Mädel seines Herzens) sind recht jung, ich hatte schon Bedenken, dass ich hier altersmässig nicht in der Zielgruppe liege, aber ich muss sagen, das war egal. Die Story war einfach gut, und Dan und Sam hatten meine volle Sympathie, ich hab mit den beiden voll mitgefiebert. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive erzählt, teils ein bisschen schnodderig, aber das hat super gut gepasst. Dans Galgenhumor war brilliant. Ich fand es auch als Nicht-Muttersprachlerin sehr gut lesbar, sehr flüssig lesbar, und fand den Stil sehr ansprechend.

Übrigens war das auch sehr gut historisch recherchiert. Ich habe mich im Studium (lang ist es her) mit dieser Zeit auseinandergesetzt, und genau so habe ich mir das auch vorgestellt, das England zu Zeiten William des Eroberers. Ich fand es atmosphärisch super gelungen, und wie gesagt, der Plot war genial. Das Spannungslevel war jederzeit hoch, und – ich wiederhole mich – es war richtig mitreissend geschrieben.

Das Buch ist der erste Band einer 7 (!)- teiligen Serie, und der zweite Band mit dem Titel „The Celtic Deception“ steht für den Herbst 23 schon in den Startlöchern. Es geht also weiter, und ich bin jetzt schon gespannt. Ich bin Fangirl 😊 geworden.

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Mehr zum Autor gibts auf seiner Homepage HIER , und hier findet man auch eine Auflistung aller geplanten Bänder dieser Serie .

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