von Louise K.
Erschienen 2026 bei Kremayr & Scheriau

Klappentext: „Sorgenlose Sommerfrische? Von wegen!
Der Sommer ist in der Kastanienallee eingekehrt. Zeit für Dolce Vita und ruhige Stunden im Tennisclub Leopoldshof, sollte man meinen. Doch die Bewohner der illustren Vorstadtvillen sind vor allem damit beschäftigt, die kleinen und großen Sünden der Vergangenheit unter Verschluss zu halten.
Für das wohlhabende Ehepaar Dolli und Arthur Furtner geht es auf Sommerfrische ins mondäne Thermalbad Bad Ulmenhain, wo trotz unzumutbarer Gemeinschaftsbäder die Welt doch noch in Ordnung scheint. Genau der richtige Ort für eine Auszeit – bis erneut etwas die trügerische Idylle stört. Denn auch in der lauen Sommerluft schlafen die Intrigen und krummen Geschäfte nicht. Korrupte Anwälte, betrogene Liebhaberinnen, beinharte Geschäftsfrauen und ein dubioses Betrügerpaar treiben weiter ihr Spiel…
Mit Ironie und Verve entführt Louise K. einmal mehr in eine schillernde Welt voller liebgewonnener, verschrobener Charaktere, in der wie immer nichts mit rechten Dingen zugeht.“
Welcome Back in der Kastanienallee! Wie cool, ich freue mich. Letztes Jahr habe ich den ersten Teil gelesen, die „Kastanienallee“, in der die bessere Gesellschaft Wiens wohnt und ihre mehr und minder vorhandene kriminelle Energie mehr und minder offensichtlich auslebt, und ich hab es echt gefeiert. Und hier nun geht es weiter. In gewohnter Manier – sprich, wunderbar ironisch, sarkastisch, mitreißend – gibt die Autorin den Bewohnern abwechselnd eigene Kapitel und berichtet aus deren Leben. Diese sind durchaus miteinander verflochten, schließlich wohnt man ja nahe beieinander, pflegt soziale Kontakte, besucht dieselben Trafiks und den gleichen Tennisclub, und beobachtet sich auch bei dubiosen Dingen wie beispielsweise kleinen Kapitalverbrechen.
Nun ist es Sommer geworden, und man fährt in die Sommerfrische. Zumindest Arthur und Dolli Furtner fahren in den Urlaub, ins schöne Bad Ulmenhain, wo Dolli eine Kabane im lokalen und selbstredend mondänen Freibad geerbt hat. In Bad Ulmenhain lernen wir ein paar neue Protagonisten kennen, auch hier blüht die kriminelle Energie unter dem schönen Schein, und Arthur macht nächtens verstörende Beobachtungen, die er morgens besser einordnen kann, als im Pool eine Leiche gefunden wird…..
In der Kastanienallee selbst gehen währenddessen die Ermittlungen zum im letzten Band verschwundenen Trafikanten Hartl weiter – was irgendwie für Mutter und Tochter Hartl blöd ist, deren Leben sich seit dem Entschwinden des Gatten und Vaters sehr zum Besseren entwickelt hat…..aber da muss man durch, und dieser Erzählstrang ist noch nicht vorbei, ich hoffe fest auf Teil 3 und ein Happy End. Für die zwei Ladies, nicht für die Aufklärung 🙂
Auch im Tennisclub der Kastanienallee bleibt die Zeit nicht stehen. Die Historikerin Elinor schreibt weiter am Prachtband, der zum 100jährigem Jubiläum erscheinen soll. Hier wird es echt interessant, sie forscht an Tagebüchern der NS-Zeit, und macht spektakuläre Entdeckungen – es könnte sein, dass der Vorstand des Clubs es tatsächlich auch mal schafft, positive Schlagzeilen zu machen, warten wir es ab. Vielleicht kriegt Vorstandsmitglied Anwalt Krawanek hiermit noch mal die Kurve – wer weiß. Naja, vielleicht auch nicht; denn das im Klappentext schon erwähnte dubiose Betrügerpaar steht ihm mit Sicherheit noch länger im Weg 🙂
Also, man merkt es denke ich: das hier ist schwarzer Humor vom Feinsten, brillant erzählt, und extrem vergnüglich zu lesen.
Und man sollte mit dem Band 1 einsteigen. Wahrscheinlich hat man auch als Quereinsteiger Spaß an dem Buch; es gibt am Ende ein ausführliches Personenverzeichnis (brauch man auch, hier laufen echt viele Protagonisten herum), und die Autorin stellt die Protagonisten auch näher vor, aber es ist irgendwie witziger, die komplette Vorgeschichte zu kennen.
Das Buch ist speziell, diese Serie ist speziell, und ich liebe sie!
Allein die Aufmachung gefällt mir schon gut. Hardcover mit wunderbaren Innenklappengestaltungen und Leinenbändchen.
Und wie gesagt: ich war bestens unterhalten!
Herzlichen Dank an die Agentur Buchcontact und de Verlag für das Rezensionsexemplar!
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Porträt
Louise K.
Louise K. ist das Pseudonym einer erfolgreichen österreichischen Autorin, die selbst immer schon gerne gelesen hat, es aber nicht dabei belassen wollte. Ihr Talent stellt sie in regelmäßig veröffentlichten Kolumnen für verschiedene Tageszeitungen unter Beweis. Ihr neuester Roman sprüht nicht nur vor intrigantem Vorstadt-Charme, sondern wimmelt auch von verschrobenen Charakteren. Sie lebt mit ihrer Familie und jeder Menge Verwandtschaft in der Nähe von Wien, während sie bereits am zweiten Teil der perfiden Machenschaften rund um die Kastanienallee arbeitet.
entnommen: Thalia.de