von Colin Higgins

Copyright 1971 by Colin Higgins Trust – neu aufgelegt 2025 im Diogenes Verlag

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Mittlerweile ein Klassiker. Jeder kennt die Story – außer mir 🙂 Ich dachte, diese Bildungslücke schließe ich mal und habe diese schöne Sonderausgabe beim Diogenesverlag geordert. 192 Seiten stark, relativ großes Schriftbild: also auch eine relativ kurze Geschichte.

Soooo. Und ich schaff diese 192 Seiten nun nicht. Bzw. nach 100 Seiten lese ich die zweite Hälfte des Buches nur noch quer. Passiert mir ja auch sehr selten.

Das geht irgendwie gar nicht an mich. Hauptfigur Harold, 19 Jahre alt, hat für mich einen mittelschweren Dachschaden, und selbst sein Therapeut kommt nicht an ihn ran. Seine Mutter tut das einzig Wahre, sie ignoriert die Eskapaden weg, so gut es geht. Besagte Eskapaden sind übrigens recht phantasievoll inszenierte Selbstmorde. Der wohlhabende Spross aus altehrwürdigem Geblüt hat echt zu viel Zeit für Irrsinn.

Maude, die alte Exzentrikerin, knappe 80, finde ich schon wieder recht witzig, aber auch komplett unrealistisch durchgeknallt.

Und gemeinsam mit Harold ergibt sich dann jetzt ein Paar, das für mich überhaupt nicht funktioniert. Ich weiß, ich weiß, genau diese so unwahrscheinliche Freundschaft mit den angeblich charmant-witzigen-klugen Dialogen über das Leben an sich bildet das Kernstück des Romans – aber wie gesagt, mich erreicht das alles nicht.

Die beiden freunden sich erst locker an, und dann entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte. Ich habe gerade eine Kussszene gelesen, und sorry, hier reicht meine Vorstellungskraft echt nicht aus, ich bin anscheinend zu dröge. Also ich bin nicht abgestoßen, das nicht, aber es überzeugt mich null.

Der Stil von Herrn Higgins überzeugt mich auch nicht wirklich, obwohl ich jetzt den Finger nicht draufhalten könnte, um das explizit zu beschreiben, was genau mich stört.

Ja nun. Vielleicht versuche ich es noch mal mit dem Film, der soll witzig sein und vor allem mit guter Musik untermalt (Cat Stevens), aber ich glaub, ich hab auch nix verpasst, wenn ich es sein lasse….

Wie auch immer.

War schlicht nicht meins.

Ich bedanke mich trotzdem vielmals beim Diogenesverlag für das Rezensionsexemplar!

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