von Diane Button
erschienen 2026 im Integralverlag / Original 2025 im The Open Field-Verlag

Klappentext: „Eine herzerwärmende und zutiefst ehrliche Erkundung eines sinnhaften Lebens voller Leidenschaft, Freude, Dankbarkeit und Frieden.
Seit vielen Jahren begleitet Diane Button Menschen in ihrer letzten Lebensphase – sie sitzt bei ihnen am Bett, regelt mit ihnen die wichtigen Dinge und unterhält sich über das Leben, das nun hinter ihnen liegt. Was sie von den Sterbenden erfährt, birgt in sich einen Schatz an berührenden Einsichten darüber, was ein »gutes Leben« ausmacht. Denn oft werden sie uns erst im Rückblick bewusst: die Momente, Dinge und Entscheidungen, durch die wir wahres Glück und tiefe Erfüllung empfunden haben.
Diane Buttons Buch öffnet uns die Augen für das, was wirklich zählt. Es lädt dazu ein, Ziele und Prioritäten zu überdenken, Beziehungen zu pflegen und unsere Begabungen zu entfalten – um das Beste aus der kostbaren Zeit zu machen, die uns gegeben ist. Denn es ist nie zu spät, ein gutes Leben zu leben!
- Was im Leben wirklich zählt: Wahre Geschichten von Menschen am Lebensende, die Herz und Seele berühren und uns die Augen öffnen
- Der Kompass, um Prioritäten neu zu setzen und voller Freude, Dankbarkeit und Leidenschaft zu leben
- Mit Reflexionsfragen und praktischen Übungen, um die gewonnenen Erkenntnisse direkt ins eigene Leben zu integrieren“
Diane Button ist eine amerikanische Sterbe-Doula, das könnte man so in etwa mit Sterbebegleiterin übersetzen. Doulas – nicht-medizinische Begleiterinnen – sind hierzulande eher aus dem Bereich der Geburtshilfe, respektive – begleitung bekannt, und in den USA auch als „Death“ oder „End of life“- Doulas ein Begriff. Wie auch immer, Ms Button kann man buchen, wenn es um nicht-medizinische Palliativbegleitung geht. Sie ist so mehr oder weniger für die emotionale und gesellschaftliche / familiäre Unterstützung gedacht; prinzipiell scheint mir der Arbeitsbereich einer Sterbedoula sehr weitläufig und nicht wirklich fest eingezäunt zu sein, und ich bin auch nach der Lektüre des Buches mir nicht ganz klar, wer die Doulas eigentlich bezahlt – höchstwahrscheinlich der Kunde selbst, bzw. seine Erben, eine Kassenleistung scheint es mir nicht zu sein, obwohl Ms Button auch einige nicht-solvente Kunde betreute. Das wird dann wahrscheinlich ehrenamtlich sein. Das wäre jetzt für mich noch mal ein sehr interessanter Aspekt gewesen, ich finde den Job nämlich höchst spannend.
Kleine Randbemerkung – hierzulande die Geburtsbegleitungsdoulas zahlt die werdende Mama immer selber.
Okay, zurück zum Thema, wir haben hier Ms Buttons gesammelten Erfahrungsschatz aus alldem, was sie aus sehr sehr vielen Gesprächen mit Klienten mitgenommen hat, die am Ende ihres Lebens ein Fazit ziehen. Und bekannterweise gibt es am Lebensende eine andere Werteskala; das letzte Hemd hat keine Taschen und wer gut sterben will, sollte gut gelebt haben – und genau das ist der Dreh- und Angelpunkt dieses Buches: was ist ein gutes Leben? Was sind die Werte, die am Ende wirklich zählen=? Und was kann man daraus lernen?
In den letzten Jahren habe ich durchaus ein paar ähnliche Bücher gelesen, bzw. Essays und Artikel mit dieser Thematik auf dem Tisch gehabt, brandneu ist dieses Buch also nicht wirklich. Aber muss es auch nicht, es ist Ms Buttons persönliches Buch mit vielen Geschichten und Beispielen aus dem Leben ihrer Klienten, und ich fand es spannend zu lesen. Es ist auch sehr leicht und eingängig geschrieben, mit wie gesagt vielen persönlichen Einzelschicksalen und -Geschichten, und einer kleinen Zusammenfassung am Ende jedes Kapitels; die Autorin mahnt hier immer noch mal an, um was es ihr hier geht und was man hier, heute und jetzt besser oder anders machen kann, um irgendwann mal nicht das Gefühl gehabt zu haben, was versäumt zu haben, was sich nicht wieder ändern lässt.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.
Vieles ist eigentlich selbsterklärend, vieles hat auch schon ein wenig die Qualität von den fast schon überhand nehmenden „inspirational quotes“ ( „Denk daran, deine Glücksmomente zu zählen“ / „sage den Menschen, dass du sie liebst“ / „lebe bewusst im hier und jetzt“ …etc), aber andererseits – stimmt ja auch.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, und nehme auch ein paar Dinge neu für mich mit. Bzw., nehme einiges als kleinen reminder mit; und das schadet ja auch nicht.
Interessanter fun fact am Rande: den „The open Field“ Verlag, das US Imprint innerhalb der Penguin Randomhouse Gruppe hat Maria Shriver aus dem Kennedy-Clan gegründet, die auch das Vorwort zu diesem Buch geschrieben hat. Sie ist auch selbst Autorin. Praktischerweise.
Und somit ist dieses Buch auch innerhalb eines Jahres auf deutsch in der Penguin Verlagsgruppe in DE erschienen.
Ich kann das Buch gerne weiter empfehlen, wer sich für diese Thematik interessiert, bekommt hier jede menge Einsichten und interessante Lebensgeschichten einfühlsam aufbereitet präsentiert!
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zur Autorin:
Diane Button
Diane Button ist Autorin, Unternehmerin und zertifizierte End-of-Life-Doula, die sich seit mehr als zwei Jahrzehnten intensiv mit Themen rund um das Lebensende und die persönliche Sinnfindung beschäftigt. Ein großer Teil ihrer Arbeit besteht darin, Menschen am Ende ihres Lebens dabei zu helfen, in Kontakt mit sich selbst zu treten und Sinn, Freude und letztlich Frieden in der letzten Lebensphase zu erfahren. Diane Button lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Nordkalifornien.
entnommen: Thalia.de