von Arno Geiger
erschienen 2024 im Hanserverlag

Klappentext: „Was bleibt, wenn man nicht mehr ist, was man ein Leben lang war? Der neue große Roman von Arno Geiger über das, worauf es im Leben wirklich ankommt: die Freundschaft, die Liebe und das Loslassen.
„In jedem Menschen steckt ein zurückgetretener König.“ Karl hat sich in ein abgelegenes Kloster in Spanien zurückgezogen. Er ist krank und wartet auf sein Ende. Doch dann begegnet er dem elfjährigen Geronimo, und gemeinsam beschließen sie, davonzureiten, nachts, auf Pferd und Maulesel. Sie geraten in wilde Abenteuer, finden Weggefährten auf dem Weg nach Laredo. Karl lernt kennen, was er trotz Macht, Ruhm und Reichtum bisher nicht hatte: Freundschaft, Liebe, Unbeschwertheit und die Freiheit, die es bedeutet, nur im Moment zu leben. „Reise nach Laredo“ ist ein fantastischer, magischer Roman über das Loslassen, über das, worauf es im Leben ankommt – und vor allem eine mitreißende Geschichte.“
Meine Instagram-Kurzvorstellung:
Nächste Woche besprechen wir dieses Buch in meinem Literaturklub der #vhsfrankfurt , und ich bin sehr gespannt auf diese Diskussion.
Hierum geht es: es ist das Jahr 1558, der Habsburger Kaiser Karl V. hat abgedankt und fristet seine letzten Lebensmonate extrem kränkelnd, und nennen wir es gleich klar, wie es ist, abgehalftert, in einem Kloster im spanischen Yuste. Soweit die historische Realität.
Dann entscheidet er spontan, mit seinem jüngsten Sohn, dem 11jährigen Geronimo, und dem jungen Geschwisterpaar Honsa und Angelita, eine Reise nach Laredo anzutreten; und jetzt wird’s komplett fiktionär, und das Quartett zieht los. Und diese Reise ist doppelt fiktionär, denn Karl träumt sie nur. Sprich, über 200 Seiten, und das entspricht bei 266 Seiten insgesamt einem Gutteil des Romans, sind wir Zeugen dieser Traumreise, in der uns der Autor zu einem Roadtrip per Ochsenkarren durchs mittelalterliche Spanien mitnimmt.
Puuuuuuh. Hier auf insta in der Buchblase wird Arno Geiger ziemlich gefeiert, und ich war daher an dieser Lektüre interessiert. Und ich weiss jetzt nicht so recht, was ich schlussendlich hierzu sage.
Es kamen immer mal wieder Lebensweisheiten daher, die der Autor so nebenbei fallenlässt, wo ich am liebsten gesagt hätte, Arno, lieber Herr Geiger, ja! Genau so isses! Lassen Sie uns einen trinken gehen und über das Leben und Gott und die Welt philosophieren. Ich bin völligst d’accord 🙂
Hmmmm, und dann hat sich der Roman streckenweise gezogen wie Kaugummi, und ich weiss nicht, was für ein komisches Konstrukt hinter dieser Traumreise eigentlich steht.
Also, dieser Roman gibt bestimmt Diskussionsstoff her 🙂
Hat das Buch jemand von euch gelesen? Was sagt ihr dazu? Lasst es mich wissen!
…..und falls ihr aus #frankfurt und der näheren Umgebung kommt und noch einen Buchklub sucht: unser VHS-Literaturkreis tagt einmal im Monat Freitag nachmittags in #bornheim und es sind noch Plätze frei!
Ich bin hier tatsächlich gespannt auf unser nächstes Meeting und habe mir noch keine abschliessende Meinung gebildet. Im Netz allgemein sind die Besprechungen auch extrem unterschiedlich; teils wird das Buch gefeiert als sprachlich revolutionäres Gesamtkunstwerk, die Befreiung des Geistes gefeiert, tja und teils können die geneigten Leser hiermit nichts anfangen. Schwierig. Ich werde diesen Post später ergänzen!