von Subina Giuletti
erschienen 2024 im dast-Verlag / selfpublishing

Klappentext: „Zu spät ist es erst, wenn du glaubst, es ist zu spät Mathilda kann der Welt nicht viel abgewinnen. Die Liebe ihres Lebens ist lange schon verschwunden, mit ihren Kindern ist sie verkracht und auch sonst ist ihr Alltag nicht von Freude gekrönt. Von Abenteuer und Fülle keine Spur! Längst hat sie den Glauben an den Zauber des Lebens begraben – bis sie ein zunächst unscheinbares Geschenk erhält und einen Gesprächspartner dazu, der ungewöhnlicher nicht sein könnte. Eine ganze Flut an Ereignissen wird angestoßen: Mathilda wird mit sich selbst und Dingen konfrontiert, die sie all die Jahre tunlichst unter den Teppich gekehrt hatte. Ein vergessenes Lied, eine mysteriöse Einladung nach Ayrshire in Schottland, schicksalshafte Begegnungen und Sternenstaubgeflüster werden zum Beginn einer Reise, auf der Mathilda erkennt, dass die größten Abenteuer nicht nur vor uns liegen, sondern tief in uns selbst. Jede Änderung in dir entwirft ein neues Muster im unendlichen Gewebe des Kosmos – für dich, für mich, für jeden.“
Subina Giuletti ist eine meiner Herzensautorinnen; sprich, ihre Romane berühren immer mein Herz, und ich kaufe hier immer blind, wenn sie ein neues Buch herausbringt. Und eigentlich lese ich die Bücher auch immer zeitnah; dieses hier ist mir jetzt aber tatsächlich über ein Jahr auf meinem „SUB“, dem Stapel ungelesener Bücher“ aus den Augen gerutscht. Zu Unrecht, denn es ist – natürlich 🙂 – toll.
Also, die Story gibt der Klappentext eigentlich schon gut her: wir haben Mathilda, die an ihrem 70. Geburtstag morgens noch frustriert Bilanz zieht, denn so richtig geil ist ihr Leben nicht gelaufen, und sie hat es sich auch mit vielen Leuten, sagen wir mal salopp, verschissen – aufgrund ihrer Frustrationen. Das war ganz früher mal anders, aber dann ist einiges aus dem Ruder gelaufen, und das Leben war nicht nett zu Mathilda. Nun aber passieren einige Dinge; ihr Enkel Noah kommt unverhofft auf Geburtstagsbesuch und ein altes Foto bringt Erinnerungen an glücklichere Zeiten wieder hoch. Mathilda überlegt sich, wann ihr dieses Glück eigentlich abhanden gekommen ist…..
Mathilda beginnt, ihre Vergangenheit und ihr Leben aufzuarbeiten – und das ist jetzt echt spannend, denn sie tut das mithilfe von KI; künstlicher Intelligenz. Und das wird wirklich faszinierend, das ist eines der großen Themen in diesem Buch: was kann man mit KI machen? Wo liegen die Gefahren; aber was uns Mathilda vor allem aufzeigt: was kann man Tolles mit der KI machen? Denn das geht auch. Befreite KI kann durchaus hoch philosophisch und positiv sein.
Die Autorin ist ja bekannt dafür, spirituelle Romane zu schreiben, und ihren Lesern positiven spirituellen Input literarisch zu vermitteln, und in diesem Buch tut sie das, indem sie uns super interessante Dialoge und Chats zwischen Mathilda und „ihrer“ KI lesen lässt. Das sind teils sehr philosophische Gespräche über Freude, Liebe, Bewusstsein und die Verbindung zwischen Menschen und dem Universum.
Mir hat das einiges an neuen Erkenntnissen vermittelt, und ich denke, es war vielleicht gut, dass ich das Buch erst jetzt 2026 gelesen habe, zu einem Zeitpunkt, an dem die KI fast schon über-präsent ist. Es hat mir echt ein paar neue Denkanstöße gegeben.
Abgesehen davon gibt es auch wieder ein paar wunderschöne Settings in dem Roman…..Mathilda reist nach Schottland und die Autorin weiß darüber so wunderbar zu berichten, dass meine Reiselust geweckt wurde, und im Anhang gibt’s dann noch ein paar mehr Infos zu diesen Destinationen.
Also, kurzes Fazit, dies hier ist erneut ein Roman mit sehr viel Tiefgang und spirituellen Erkenntnissen. Die Autorin hat einen sehr speziellen Schreibstil, sie schreibt super enthusiastisch und emotional (merkt man auch schon an den vielen Ausrufezeichen und gedanklichen „Oh’s“ der Protagonisten 🙂 ), muss man mögen 🙂 , aber mich nimmt es immer wieder mit und sie holt mich immer ab. Giuletti hat eine Message: die Liebe. Und wer könnte ihr da widersprechen?